HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DER ERLÖSER DA DRAUSSEN AUF DICH WARTEN MUSS.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Hiob 19,25
Fühl mal hin, wo du dich ununterbrochen hinwendest, wenn es dir so richtig dreckig geht. Spür den inneren Drang, die unruhige Suche nach dem Arzt, der dich endlich gesund machen soll, nach dem Anwalt, der dir zu deinem Recht verhilft, oder nach der Beratungsstelle, die dir den sicheren finanziellen Ausweg aufzeigt. Schau radikal in dich hinein: Wo bettelst du insgeheim immer noch um einen Erlöser, der dich aus dem Schlamassel zieht?
Wo bist du noch in der alten, schweren Vorstellung gefangen, dass irgendjemand da draußen für dich sterben musste, um dich von deinem schuldhaften Menschsein zu befreien?
Auch ich habe mich in dieser christlichen Tradition unfassbar lange festgebissen. Doch spür mal das leise Schmunzeln, wenn dieses ganze künstliche Konstrukt in sich zusammenbricht. Von was verdammt noch mal musst du überhaupt erlöst werden? Wo sind dir denn wirklich Ketten angelegt? Atme tief ein und nimm wahr: Sie existieren nur in deiner eigenen Vorstellung, in den tonnenschweren Bedeutungen und Bewertungen, die du den Dingen dieser Welt gibst. Das ganze Drama, das du als Problem betrachtest, ist keine Realität – es ist nur dein selbstgebautes Gefängnis aus Benennungen.
Was ist, wenn alles, was geschieht, völlig neutral ist? Spür den unendlichen Frieden, der in diesem Moment frei wird, wenn du aufhörst, die Welt im Außen zu korrigieren, und stattdessen ganz radikal bei dir selbst ankommst. Nimm das feine, zarte Aufatmen in deinem Körper wahr, wenn du die Waffen des Machens und all die Aktivitäten nach draußen niederlegst, die dich nur von deiner Wahrheit wegziehen. Fühl mal in dein Hiersein hinein – genau dorthin, wo es vielleicht noch drückt. Spür diesen uralten Schmerz, der überhaupt nur daraus entsteht, dass du immer noch um deine Existenzsicherung ringst und im Außen irgendetwas erreichen willst.
Dieser ganze mühsame Drang ist nichts als das Zeichen deines Nicht-bei-dir-Seins. Lass das Verlangen, irgendwo hinzumüssen, einfach in die nackte Gegenwart fallen. In diesem schutzlosen, tiefen Ankommen bei dir selbst fallen alle Fesseln von ganz alleine ab. Das ist die einzige, wahre Erlösung.
Dein Erlöser lebt – als die pure, ungeteilte Gegenwart in dir.
Es gibt keinen Erlöser im Außen – das radikale Ankommen im eigenen Ich bin ist das stille Abfallen aller Fesseln.
An welchen Retter da draußen delegierst du heute noch dein Leben, um nicht schutzlos bei dir selbst ankommen zu müssen?
Spür, wo du gerade das wegdrückst, was in dir lebt.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
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6 Kommentare
JESUS CHRISTUS mein ERLÖSER lebt und mit auch ich
Liebe Christa,
da ist das große, triumphale Ausrufen deines Glaubens – und da ist dieses eine, ganz stille und bodenständige Ankommen im Hier und Jetzt.
Es ist so einfach: Weil Er lebt, darfst auch du endlich aufhören, dich im Außen zu quälen, abzurackern und nach Rettung zu suchen. Du musst nirgendwo mehr hin. Atme auf, lass alle gedanklichen Fesseln fallen und spür das nackte ICH BIN in diesem Moment. Genau darin liegt deine ganze, befreiende Erlösung.
Lieber Theophilus.
Gerade heute erinnerte ich mich daran, dass ich mir als Kind immer einen großen Bruder gewünscht habe, und später – insgeheim- einen Mann, der mir sagt was ich tun soll. (Und das als praktizierende Feministin!😵💫! Jetzt bin ich mein eigener großer Bruder. Und du bist mein Bruder, der täglich formuliert womit ich mich gerade innerlich beschäftige. Es ist magisch. ❤️
In Liebe, Varchaa
Liebe Varchaa,
da ist der geheime Wunsch nach dem großen Bruder, der dir sagt, was du tun sollst – und da ist das befreiende Schmunzeln der Feministin, die sich an den Kopf greift und die wunderbare Absurdität dieser alten Fessel entlarvt.
Wie unendlich ehrlich und kostbar! Genau das ist die Erlösung: Die Projektionen auf Retter im Außen brechen zusammen, und du landest mitten im nackten Ankommen bei dir selbst.
Dass meine Worte dich spiegeln, ist keine Magie, sondern der eine Lebensgeist, der uns verbindet. Keine Hierarchie, kein Guru – einfach nur Geschwister auf Augenhöhe, die im Hier und Jetzt aufatmen.
Lieber Theophilos
Ich weiss nicht genau wieviel Schleier ich inzwischen abgelegt habe, aber es waren viele, bis ich erkannte, ich habe keinen Mangel.
Das Aussen zeigt Mangel und Unruhe .
Es ist nichts im Gleichgewicht ,die göttliche Ordnung fehlt. Das Ego profiliert sich ständig und legt uns diese Fesseln an ,es treibt uns in den völligen Wahnsinn.
Es verspricht uns den Frieden und verstrickt sich in Unzufriedenheit und ständigen Mangel.
Es lässt unsere Seele und Körper krank werden und profitiert davon, indem es wiederum Heilung verspricht. Es ist diese kurzsichtige drei D Welt die uns einschränkt und unsere Sicht verzerrt.
Zum Glück habe ich erkannt, der Weg führt in mein Herz ,das was ich im Aussen wahrnehme bin nicht ich. Diese Fessel im Aussen dürfen abfallen ,diese Welt vergeht , aber unser Christussein ist ewig.
Danke Theophilos für deine Worte die immer wieder Schleier wegmachen.
Liebe Evi,
da ist das unruhige Chaos dieser 3D-Welt, die uns ständig Mangel, Krankheit und falsche Heilsversprechen vorgaukelt – und da ist dieses eine, erlösende Schmunzeln, wenn du dir an den Kopf greifst und erkennst, dass all diese Fesseln im Außen dich in Wahrheit überhaupt nicht einschränken können.
Wie wunderbar du das heute entlarvst! Es ist fast zum Lachen, wie das Ego uns erst krank macht, um uns dann die Heilung zu verkaufen. Ein absurdes Theater, das uns in den Wahnsinn treiben will.
Doch die Schleier fallen genau jetzt ab: Du suchst keinen Erlöser mehr in dieser kurzsichtigen Welt. Du drehst dich um und kommst mitten in deinem eigenen Herzen an. Da gibt es keinen Mangel, keine Unruhe und keine Fesseln aus Stahl – da ist nur das nackte, ewige Christussein, das du schon immer bist. Danke für dein tiefes Erkennen!