Wenn alles unsicher ist, bist du gemeint.

Wir erleben es gerade alle: Die Welt und unsere Gesellschaft stehen in einem umfassenden, unbarmherzigen Wandel. Überall erleben wir Umbrüche, Auflösung und eine radikale Neuorientierung. Das Neue bricht sich Bahn, und das trifft uns nicht nur im Großen, sondern ganz intim, schmerzhaft und individuell im eigenen Leben.

Vielleicht hast du dich gefragt, wo ich in den letzten Wochen war. Ich habe mich komplett aus der Sichtbarkeit herausgenommen. Ich musste es tun. Mein System wurde durch einen tiefgreifenden Umgestaltungsprozess komplett durcheinandergewirbelt. Ich stand – und stehe – vor der nackten Frage:

Und da zeigt sich eine ganze Menge.

Wenn du aufhörst, diese Frage mit dem rationalen Verstand beantworten zu wollen, spürst du es sofort: Du befindest dich in einem engen, dunklen Geburtskanal. Altes muss losgelassen werden, damit das Neue atmen kann. Das ist das Schwierigste, was unserem System abverlangt werden kann. Gewohnheiten und liebgewonnene Identifikationen brechen weg. Ich habe dieses Scheitern zutiefst schmerzhaft durchlebt. Doch genau dieser Zerbruch ist notwendig, um durch das Scheitern „gescheiter“ zu werden und mitten in der Katastrophe das Wunder einer Neugeburt zu erfahren.

In nackter Ehrlichkeit offenbare ich an diesem Abend, was in den vergangen Tagen bei mir sterben wollte, um sich Raum für ungeahnt Neues zu bahnen. Zeichen dafür, wie verrückt, radikal und abenteuerlich das Leben mit uns unterwegs sein will. Da wird sich einiges Überraschende zeigen.

 

Genau an diesem Punkt wird sichtbar, was sich im Künstlerhaus geradezu ideal anbietet. Natürlich kann ein solcher Verwandlungsprozess überall auf der Welt geschehen, doch dieses Haus bietet in seiner Beschaffenheit einen ganz besonderen, geschützten und günstigen Rahmen für das, was jetzt geboren werden will. Mein eigener Umbruch ist lediglich der persönliche Funke und Auslöser, um zu erkennen, welches Potenzial dieser Ort für uns bereithält.

Dabei geht es in der Tiefe überhaupt nicht um das Haus selbst und schon gar nicht um mich. Es geht um dich.

Es geht um das Angebot an jeden, der diesen besonderen Ort betritt, um dort die Möglichkeit für die eigene Verwandlung zu finden. Es ist eine Einladung, den eigenen Rollen und Identifikationen nachzuspüren und fallen zu lassen, um dem zu begegnen, was du in der Tiefe wirklich bist.

Die Vorstellung der Geburtsstunde – Live per Zoom. Am kommenden Dienstag, den 9. Juni um 18:00 Uhr, möchten Katharina Kleiner und ich dir in einem Online-Live-Abend per Zoom genau das vorstellen, was vor Ort im Künstlerhaus entstehen und für dich erfahrbar werden darf.

ZOOM-Link zum LIVE-Abend

Wir werden an diesem Abend diesen tiefgreifenden Prozess nicht vorab demonstrieren oder die Geburt bereits live vorwegnehmen, sondern wir möchten dir den genialen, gemeinsamen und individuellen Weg vorstellen, der im Künstlerhaus live vor Ort auf dich wartet.

Katharina, die solche existenziellen Geburtsprozesse bereits ihr gesamtes Leben lang begleitet, wird zusammen mit mir diese zukünftige Geburtsstunde und den Rahmen des Künstlerhauses präsentieren. Du kannst ganz genau für dich hineinspüren, ob dieses Angebot dich in deiner aktuellen Lebensphase meint.

Dieser Abend dient keiner bloßen Wissensvermittlung, sondern er soll dich spüren lassen, was sich jetzt gerade in dir bewegen will. Es ist eine ehrliche Vorstellung eines Weges, für jeden, der spürt, dass etwas Altes im eigenen Leben ins Wanken gerät und eine neue Richtung sucht.

Katharina und ich freuen uns auf eine berührende, echte Begegnung mit dir, die dir einige Überraschungen servieren wird.

In abenteuerlicher, verrückter und herzlicher Verbundenheit,
Bruder Theophilos

14 Kommentare

  1. Hi Theophilos,

    Im Gebet stets voller Liebe und behütenden Gedanken habe ich Dich begleitet .
    Das was Du als Samen gestreut hast, blüht.
    Deine Präsenz ist unabhängig von Deiner Sichtbarkeit, jedenfalls bei mir.
    Mir hat meine Geburt gereicht und das Sonnenlicht und der Duft der Freiheit nach dem dunklen Schlauch sind klarer als zuvor.
    Zu gerne würde ich Dir mehr geben können, als nur meine Dankbarkeit und Liebe, aber begrenzt im Körper, begrenzt in materiellen Möglichkeiten schenke ich Dir das, was ich kann… Meine Liebe, Dankbarkeit und Treue…
    Du bist stets willkommen.
    „wohlauf denn Herz, nimm Abschied und gesunde“
    Vielleicht klingt das für Dich zu „fett aufgetragen, zu pathetisch“… Aber so lebe, so liebe ich…
    Du hast mir eine ganz schöne Lektion erteilt, jetzt fühle ich mich frei und gewappnet. Also, wie immer… ALLES IST GUT?

    1. Liebe Ingrid,

      Es ist das größte Geschenk zu wissen, dass du den Weg durch den dunklen Schlauch kennst und den Duft der Freiheit bereits atmest. Mehr als deine Liebe, Dankbarkeit und Treue gibt es nicht zu schenken – das ist das Kostbarste überhaupt.

      Du hast es vollkommen richtig erfasst: Es ist genau dieser tiefe Abschied, um im schlichten Dasein zu gesunden. Die alten Masken haben ausgeatmet.

      Ich freue mich von Herzen darauf, dich am kommenden Dienstag um 18:00 Uhr in unserer Runde zu sehen.

      Hab von Herzen Dank für dein Begleiten im Gebet. Wie immer… ALLES IST GUT.

  2. Wenn alles unsicher ist ,bist du gemeint.
    Was für eine Überschrift!
    Ich spüre in diesen Satz „Unsicherheit in mir“ Spüre da muss noch einiges weg und losgelassen werden , denn ich bin noch ein zögernder Feigling.
    Und dennoch ruft es in mir .

    Ich erkenne diese zwei Gegenwarten, mein „kleines ich “ das durch dieses begrenzte Zeitraffer geht und sich in dieser Welt angepasst hat.
    Und ich spüre mein „ich bin“ das sich in meinen Herzschlag und jeden Atemzug am Leben erhält.

    Unser Christusgeist möchte in seiner göttlichen Energie in der reinen Wahrheit durch uns gelebt werden.

    Das sind erstmal nur Worte und Gedanken , die erkennen lassen .
    Aber da gibt es diese wunderbaren Wegbegleiter die uns durch ihr helles Licht unsere Blindheit nehmen und uns durch den Nebelschwaden begleiten.

    Danke für dein liebevolles „sein“ in Christus-Licht

    1. Liebe Evi,

      danke für dein nacktes, ungeschminktes Teilen.

      Bitte nenn dich selbst nicht einen „Feigling“. Das, was du da wahrnimmst – dieses Zittern des kleinen Ichs im Angesicht der Unsicherheit –, ist kein Versagen. Es ist die ganz normale, menschliche Angst des Egos vor dem eigenen Sterben. Genau das darf jetzt alles gefühlt werden, ohne es wegzuhaben oder zu bewerten.

      Du spürst bereits die zwei Gegenwarten: das angepasste Ich und das zeitlose Ich bin in deinem Atemzug. Der vermeintliche Nebel und die Blindheit sind nichts, was dir von außen genommen werden muss. Die Erschütterung selbst reinigt den Blick. Du musst nicht erst perfekt oder „mutig“ sein. Genau so, wie du jetzt gerade zögerst, bist du gemeint.

      Ich freue mich darauf, dich am Dienstag um 18:00 Uhr im Zoom-Raum zu sehen. Wir gehen alle durch denselben Kanal.

  3. …….lieber, trauriger, hoffnungsloser, umherirrender, Mut machen wollender, traumatisierter und dennoch hoffnungsvoller Mensch der realen Gegenwart. Einer Gegenwart, die alles andere ist, als hoffnungsmachend und fröhlich wie ein Luftballon in die Höhe hüpft, um schließlich am Boden liegend immer kleiner und unbedeutender endlich dahin „kleinert“ und schließlich verschwunden und wie ängstlich aus dem Gebüsch lugt und bald ganz verschwunden ist, weil keine Energie mehr in ihm vorhanden ist. So erlebten wir unseren Kindergeburtstag mit Henry und seinen Eltern. Ein fröhlicher Kindergeburtstag wurde gefeiert ohne Sorgen, Probleme und Furcht und Angst. Es wurde gesungen, getanzt, gelacht und gefeiert. Dennoch war alles so vorhanden, wie der bunte Luftballon in meiner Hand und – einer der letzten -den ich heute im Gras unter dem verrosteten Gartenstuhl fand. Fröhlich lachten wir uns an und wenngleich der Ballon nicht mehr hüpfen konnte, so war er dennoch lustig anzusehen und in meinen Händen ein weicher, liebenswürdiger und erinnerungsträchtiger einst buntes Etwas. Bald feiern wir wieder ein großes rundes und altes Geburtstagsfest. Komm doch einfach dazu und sei fröhlich mit uns. Es grüßt Dich Deine „alte“ Freundin Erika.

    1. Liebe Erika,

      was für ein wunderschönes, berührendes Bild von dem bunten Luftballon unter dem verrosteten Gartenstuhl. Du beschreibst genau das, was ist: Die alte, künstliche Fröhlichkeit verliert ihre Energie, sie schrumpft und darf vergehen. Und das, was übrig bleibt, ist oft weich, schutzlos und voller Erinnerungen.

      Du spürst meine nackte Gegenwart und die Erschütterung des Umbruchs ganz genau. Ja, das Alte stirbt gerade, und das ist schmerzhaft und traurig zugleich. Aber genau dieses Scheitern der bunten Fassaden führt mich zu mir selbst.

      Bevor wir dein großes, altes Geburtstagsfest feiern, zu dem ich sehr gerne komme, feiere ich am morgigen Dienstag, den 9. Juni um 18:00 Uhr, per Zoom eine ganz andere Geburtsstunde. Zusammen mit Katharina Kleiner stelle ich ein neues Angebot vor – einen Raum für jeden, dessen Welt gerade wackelt und der bereit ist, alles zu fühlen, statt es mit einem bunten Luftballon zu überspielen.

      Ich lade dich von Herzen ein, morgen in unserer Runde dabei zu sein. Den Zoom-Link hast du ja bereits mit der Einladung erhalten.

      Hab von Herzen Dank für deine tiefe, treue Freundschaft und das ehrliche Hinsehen.

  4. Ich danke dir für deine liebevolle Begleitung und wünsche dir auf deinen kommenden Weg alles was dein Herz braucht um dorthin zu kommen wo es dich hinzieht..
    Ich bin traurig weil es sich wie ein Abschied anfühlt. Aber irgendwann einmal werden wir uns wiedererkennen. Mach es gut lieber Reiner Markus. ❤️

    1. Liebe Evi,

      ich danke dir von ganzem Herzen für deine Tränen und deine ehrlichen, ungeschönten Worte.

      Es darf traurig sein. Das Alte darf betrauert werden, denn nur so wird der Raum frei für das, was wirklich echt und ursprünglich ist. Ich spüre dein Herz ganz deutlich, und auch wenn die Hülle des Bruders nun geht – die Essenz und die Verbundenheit von Herz zu Herz bleiben unberührt.

      Danke für dein Mitgehen und dein tiefes Fühlen am heutigen Abend.

      In inniger Verbundenheit,
      Reiner Markus

  5. Lieber Reiner Markus
    Ich fühle so eine Traurigkeit und einen Schmerz in mir, so als wärst du aus dem Leben geschieden. Aber das bist du ja nicht, nur der Name Bruder Theophilos der nimmt Abschied.

    Reiner Markus bist du für uns nicht mehr erreichbar? Nur mehr über das Künstlerhaus?

    Fühle mich gerade wie ein verlassenes Kind.
    Stehe nun alleine da mit all den Erkenntnissen.

    Ich spüre dieses Selbstmitleid, aber ich kann jetzt nicht stark sein.

    Ich werde deine Worte vermissen, die mich ein Stück weit getragen haben.
    Mein Herz tut weh , denn es fühlt sich gerade wie verlassen werden an.

    Verzeih mir meine ungefilterten Worte .

    In Dankbarkeit und Liebe für alles lieber Reiner Markus.
    Auch ich habe einen doppel Namen
    Eva Maria

    1. Liebe Eva Maria,

      danke für Deine ungefilterten, ehrlichen Worte. Sie sind genau richtig so, und es gibt absolut nichts zu verzeihen.

      Ja, da ist ein Sterben geschehen. Und ja, der Bruder Theophilos, der Dich ein Stück weit getragen hat, ist aus dem Leben geschieden. Dieser Schmerz und diese Traurigkeit dürfen genau jetzt vollkommen da sein. Halt das aus. Atme da durch. Dieses Gefühl, verlassen zu sein, zeigt Dir nur, wo Du Dich bisher an ein Geländer im Außen geklammert hast.

      Doch schau genau hin: Ich bin nicht weg. Ich bin nur vom Podest des spirituellen Lehrers herabgestiegen, um Dir auf nackter Augenhöhe zu begegnen.

      Du stehst nicht alleine da mit Deinen Erkenntnissen. Du stehst jetzt auf Deinen eigenen Füßen. Die Worte im Außen fallen weg, damit Du endlich Deiner eigenen inneren Führung vertrauen lernst. Das ist kein Verlassenwerden, das ist der schmerzhafte, aber befreiende Stoß aus dem Nest in Deine eigene, göttliche Würde.

      Ich bin erreichbar – aber nicht mehr als der liebe Mutmacher von gestern, sondern als der, der ich im Kern bin. Wenn Du bereit bist, den inneren Selbstkrieg zu beenden und ohne Geländer zu gehen, ist der Raum im Künstlerhaus auch für Dich offen.

      In radikaler Präsenz und Verbundenheit,
      Reiner

  6. Hallo lieber Freund,
    Bruder Theophilos warst du nie.
    Auch ein Reiner Markus Jud bist du nicht.
    Inkarniert ja. Als reine Seele.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Die Frage; wer bin ich? Warum wollte ich erschaffen werden?
    Was für einen Sinn ergibt dies überhaupt?
    Das sind einfach Nur Gedanken.
    Sie gehen auch wieder.
    Außer ich setze den Fokkus darauf.
    Wir sind im gleichen Entbindungshaus geboren. Haben ähnliche Berufe gewählt.
    Uns fürs göttliche entschieden im Verstand. Fürs Predigen.
    Da wir doch alles sind.
    Kann nichts sterben noch geboren werden.
    Wir sind reine Seele. Das ist das was wir fühle wollen. Jeden Tag neu. In der Präsenz von mir selber.
    Ich war zwar gestern nicht dabei. Bei der Geburt.
    Freue mich jedoch für dich.
    Ich freue mich auch für mich.
    Habe alles 2014 aufgegeben.
    Um mich selbst zu finden in mir.
    Keine Anhaftung an nichts. Das ist Klarheit und Freiheit.
    Alles herzliche und Liebe von Reiner Seele zu Reiner Seele.
    Herzlichst
    Angelika Elsani wir sind nun einmal auch noch auf Erden.🙏

    1. Liebe Angelika, von reiner Seele zu reiner Seele,

      deine Zeilen sind von einer so ungeschminkten, radikalen Klarheit – danke für diesen weiten Raum, den du damit öffnest.

      Du hast vollkommen recht: Auf der höchsten Ebene gibt es weder Geburt noch Tod, weder den Bruder Theophilos noch den Reiner Markus. Da ist einfach nur reines, grenzenloses Sein. Wie magisch und tief ist es, dass wir nicht nur diesen Ur-Raum teilen, sondern damals auch im exakt selben Geburtshaus gestartet sind und so ähnliche Schleifen durch das Predigen und das anschließende Freischaufeln gedreht haben.

      Und gleichzeitig, genau wie du sagst: Wir sind nun einmal auch noch hier auf dieser Erde.

      Diese Neugeburt ist für mich kein neues spirituelles Konzept, sondern das bedingungslose Ja dazu, dass diese reine Seele jetzt ganz real, bodenständig und nackt im Hier und Jetzt des irdischen Alltags landet. Ohne Kutte, ohne Schutzraum, einfach als Mensch aus Fleisch und Blut im Garten des Künstlerhauses.

      Ich danke dir von Herzen für dein sehendes Mitgehen und dein wunderbares Lebenszeichen.

      Alles Liebe und bis ganz bald auf Erden,
      Reiner 🙏❤️✨

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