Was geboren werden will, reift zuerst im Verborgenen.

Geburt ins Neue

Der Same einer Neugeburt wird nicht im Licht gelegt.
Er wächst im Dunkeln.

So wie ein Samenkorn erst in die Erde fällt.
So wie eine Raupe sich im Kokon zurückzieht.
So wie ein Kind vor seiner Geburt im Verborgenen heranwächst.

Auch wir Menschen erleben solche Zeiten.
Phasen, in denen scheinbar nichts geschieht.
Altes zerbricht.
Vertraute Sicherheiten lösen sich auf.
Wir wissen nicht mehr, wohin der Weg führt.

Doch oft geschieht gerade dort das Wesentliche.
Etwas Neues bereitet sich vor.

Katharina kennt diese Erfahrung aus tiefgreifenden Lebensumbrüchen und Grenzerfahrungen, in denen Angst, Schmerz, Liebe und Frieden gleichzeitig erfahrbar wurden.

Reiner erlebt derzeit selbst einen Geburtsprozess: das Loslassen alter Identitäten und das Hineinwachsen in eine neue Wahrnehmung seiner selbst.

Beide Erfahrungen zeigen:
Geburt ist kein einmaliges Ereignis.
Wir werden im Leben immer wieder neu geboren.
Immer dann, wenn wir bereit sind, eine alte Haut abzustreifen.
Immer dann, wenn wir aufhören, an dem festzuhalten, was wir einmal waren.

Doch wie ein Schmetterling seine Flügel nach dem Schlüpfen erst entfalten muss, braucht auch innere Veränderung Zeit.

Zeit zum Reifen.
Zeit zum Ankommen.
Zeit, dem Neuen zu vertrauen.

Vielleicht stehst auch du gerade an einem solchen Punkt.
Nicht vor einem Ende,
sondern vor einer Geburt.

🌿 Deshalb haben wir die 9-monatige Begleitung „Geburt ins Neue“ ins Leben gerufen.
Für Menschen, die spüren:
Etwas Altes geht.
Etwas Neues möchte durch mich ins Leben kommen.

Was möchte gerade in dir geboren werden?
Spüre es.

Katharina & Reiner

5 Kommentare

  1. Wenn Bewusstsein erwacht.
    Wird jeder Gedanke los gelassen.
    Drängt sich ein neuer Gedanke auf.
    Wird sich er los gelassen.
    Solange bis Stille im Inneren eingetreten ist.
    Dann bin ich in mir.
    Kein außen mehr.
    Erinnert vielleicht kurz den Mund an Kloster!
    Ist es aber nicht.
    Es ist frei!
    Auf meinem Nachtisch liegt ein Zettel auf dem steht.
    „ Beende jeden Tag mit einer Minute der Dankbarkeit“.
    Dem Atem gewahr sein.
    Bevor wir deem Todesähnlichen Schlaf entgegen gehen.
    Von ❤️ zu ❤️
    Elsani

    1. Liebe Angelika,

      danke für diesen radikalen und so klaren Spiegel der Stille.

      Du beschreibst die absolute Essenz: das konsequente Loslassen jedes Gedankens, bis nur noch das reine, ungeschminkte Da-Sein übrig bleibt. Dieses tägliche Sterbenlassen am Abend – dem Atem gewahr sein, bevor der Schlaf kommt – ist die reinste Form der Freiheit. Ohne Kulissen, ohne die alten Geschichten des Egos.

      Während der Post den Weg durch das Dunkle und die Zeit des Reifens für die Menschen beschreibt, die gerade mitten im Geburtskanal stecken, erinnerst du uns an den Punkt, an dem die Geburt längst vollzogen ist: in der absoluten, zeitlosen Präsenz im Inneren.

      Schön, dass du diesen ungeschminkten Raum mit deiner Klarheit bereicherst.

      Herzliche Grüße von Seele zu Seele,
      Reiner

  2. Es haben sich einige Fehler eingeschlichen.
    Du wirst ihnen gewahr werden.
    Nächstes Mal lese ich nochmals durch.
    Lg
    Elsani

  3. Diesen Vergleich mit den Schmetterling und der Geburt eines Kindes gefällt mir sehr.

    Bevor etwas geboren wird, verharrt es eine Weile in einen dunklen Raum oder wie du beschreibst vom Schmetterling in einen Kokon.

    Mal war ich auf einer Beerdigung von einer Frau, ich habe sie eine Zeitlang gepflegt . Sie litt unter MS und ist nach über 10 Jahren gestorben.
    Bei der Beerdigung war ein Aushilfspfarrer da und er hatte bei der Predigt ein Bild aufgezeigt von Rosi, ,die nach all den Jahren der Krankheit sich zu einen Schmetterling entpuppt .

    Am Abend diesen Tages hat ihr Ehemann im Badezimmer einen wunderschönen Schmetterling gesehen, so hat es mir ihre Tochter später erzählt.

    Ich fand dieses Bild von der Raupe zum Schmetterling wunderschön.

    Aber nun zu diesen Geboren werden
    Ich erkenne dieses Doppelleben das ich führe.
    Ja es ist ein Doppelleben .
    Das kleine „ich “ nimmt sich den Platz im Alltag und möchte mich ablenken von meiner inneren Stimme.
    Ich kann das erkennen und das ist gut.
    Somit bekommt es nicht überall Recht.

    Ich spüre etwas möchte sich sortieren, alte Muster , alte Geschichten verlieren langsam ihre Aufmerksamkeit.
    Ich erkenne Frieden und es zeigt sich Frieden in einer Familienangelegenheit, weil ich mich nicht mehr verstricke mit Geschichten.

    Ich habe schon noch ein Durcheinander in mir aber ich lass es und sehe es.

    Mein Herz oder das Universum schickt mir immer wieder Bilder und Vidios.
    Ich gehe auf You Tube und erstaunlicher Weise, zeigen sich Vidios ,die angesehen werden möchten.

    Sie geben mir ein tieferes Verständnis und führen mich in die Ruhe.
    Und in dieser Stille spüre ich mehr Klarheit.

    Es fühlt sich dann an wie ein Zurückziehen in mein Herz.
    Wo es keine Verurteilung gibt.

    Manchmal spüre ich diese Angst vor dem „Nichts“
    Ich weiss ich bin dann diese ungreifbare ,formlose Energie .

    Mein Herz sagt mir gerade, du bist nichts was das menschliche Auge sieht.
    All das lass los!
    Mein Ego zeigt mir Menschen.
    Menschen die mir nahe stehen, die ich umarmen kann.
    Es will in mir die Angst aufkommen lassen, diese Menschen zu verlieren.

    Mein Herz aber will mir in diesen Menschen das Licht erkennen lassen.
    Ich fühle wie sich mein Herzschlag beruhigt und diese Angst darf sich lösen.

    Mir besteht eine lange Geburt vor, aber ich gebe mir den Raum um neu geboren zu werden.

    Danke das ich nicht alleine sein muss.

    1. Liebe Evi,

      was für eine tiefgreifende, wunderschöne und vollkommen veränderte Energie in deinen Worten liegt. Ich danke dir von Herzen für das Teilen dieser berührenden Geschichte von Rosi und für deinen Mut, so tief in deinen eigenen Kokon zu blicken.

      Gestern war da noch das laute, verzweifelte Chaos des Egos – und heute stehst du mitten in einer ganz feinen, heiligen Stille. Genau das ist es. Du hast aufgehört, mit den Umständen zu kämpfen, und hast begonnen, einfach zu sehen.

      Dass du das „Doppelleben“ deines kleinen Ichs entlarvst, ihm nicht mehr recht gibst und merkst, wie dadurch im Außen und in der Familie plötzlich Frieden einkehrt, ist ein gewaltiger Schritt. Du verstrickst dich nicht mehr. Du lässt das Durcheinander da sein, ohne dich darin zu verlieren.

      Und die Angst vor dem „Nichts“, die Angst, die Menschen zu verlieren, die du liebst: Das ist das letzte Aufbäumen der Raupe, bevor die Flügel sich entfalten. Dein Herz hat dir die absolute Wahrheit geflüstert – du verlierst diese Menschen nicht, wenn du loslässt. Du hörst nur auf, sie emotional zu benutzen, und fängst an, ihr wahres Licht zu sehen.

      Die Geburt hat begonnen, Evi. Und du musst diesen Kanal nicht alleine durchschreiten. Gib dir genau diesen Raum im Verborgenen. Der Kokon ist sicher.

      Herzliche Grüße,

      Reiner

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